Dieses Jahr haben mein Freund Tim Zimball und ich uns einen Traum erfüllt und sind vier Wochen angeln gewesen. Dies hat vorab sehr viel Planung benötigt. Vor einem halben Jahr haben wir angefangen uns mit dem Reiseziel zu beschäftigen.

Wir wollten uns erstmal an das Emsland in Norddeutschland wagen und dann sollte es nach Südfrankreich gehen. Nachdem die Reiseziele feststanden mussten wir uns noch auf Gewässer festlegen. So wählten wir 2 Seen und einen Fluss aus, damit wir Ausweichmöglichkeiten hatten.

Dann haben wir uns mit dem Futter beschäftigt und bei unserem Boilie Hersteller des Vertrauens genug Vorrat bestellt und viele Partikel wie Hanf, Tigernüsse und Partikel gekauft. Der Rest plante sich von selbst denn wir haben uns nicht verrückt gemacht und haben das eingepackt was wir auch in hier in Deutschland zu einer ganz normalen Session mitnehmen würden. Dann ging es endlich los ins Emsland und wir haben Stunden damit verbracht die richtige Location zu finden. Es war Anfang Mai, es fing grade an warm zu werden und wie vermuteten die Karpfen in dem Fluss schon in den flacheren Gebieten. Also suchten wir uns einen Altarm aus, legten unsere Ruten ab und bauten unser Lager auf. Es blieb keine Nacht ruhig. Jede Nacht landete jeder von uns mindestens 5 Döbel und ein paar Brassen. Doch der Karpfen blieb aus. Auch nach zwei Platzwechseln hatten wir keinen Karpfen landen können.

In der 5. Nacht kam dann der erlösende Dauerton. Bsssssssssss….. die Rolle lief und lief ab und der Karpfen hatte seine ganze Kraft gezeigt. Das war ein so wunderschöner Moment als sich die Maschen um den Karpfen schlossen. Am nächsten morgen entschieden wir uns das Emsland früher zu verlassen und Frankreich mehr Zeit zu widmen. Die lange Fahrt war für uns kein Problem, denn wir waren so voller Vorfreude das wir eh kein Auge zubekommen hätten. Unser erstes Gewässer war der Salagou.

Die roten Vulkanartigen Berge und der rote Sand standen so im Kontrast zu dem türkisen Wasser, welches von Neongrünen Kraut am Rand voll war. Dies erschwerte es uns an dem ausgewählten Spot das rausfahren mit den Ruten, denn es war so dicht das das Boot darauf liegen blieb. Dazu kam der Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 95 km/h. Also hatten wir hier schon wenig Hoffnung auf einen Karpfen. Nach vier Nächten voller Weißfischen, Welsen und Fehlbissen landeten wir endlich einen Karpfen auf einem Felsplateau.

Wir entschieden uns danach einen Fluss an zu fahren: die Rhône. Dort saßen wir uns an einer Spitze zwischen Kanal und Altarm hin und landeten gute Karpfen und Welse. Es ließ mir aber keine Ruhe. Ich wollte unbedingt noch den Montbel sehen. Die vielen Erzählungen von dem klaren Wasser und der wunderschönen Kulisse ließen mich nicht los. Also packten wir wieder alles ein und zogen weiter. Das ist wirklich eines der schönsten Gewässer, die ich bis jetzt sehen durfte. Und so schön die Umgebung auch war, so schwer lief es dort mit dem Karpfen.

Denn es war sehr heiß geworden und die Karpfen haben mit der Laich begonnen. Wir konnten sie ausschließlich im flachen Wasser vor dichten Krautfeldern überlisten. Es war eine wunderschöne Erfahrung die jeder Angler machen sollte, denn die Wasserflächen sind unbeschreiblich gigantisch und es ist einfach toll angeln und Urlaub miteinander verbinden zu können. Frankreich wir kommen bald wieder! 

Anita Richter – Team Carpcrossing Girls